Titel: Palace Of Fire
Autorin: C. E. Bernard - liebt das Theater und kommt aus dem Ruhrpott
Seiten: 512
Verlag: Penhaligon 
Genre: Young Adult / Dystopie
Klappenbroschur: 14,00€
E-Book: 9,99€


Furchtlos und unantastbar - die hinreißende Trilogie für alle Fans von Sarah J. Maas, Kiera Cass und Erin Watt.
Rea wagt das Unmögliche: Sie kehrt an der Seite von Prinz Robin nach London zurück - in das Land, in dem Magdalenen wie sie gefürchtet, gejagt und ausgelöscht werden. Doch Rea hat Robins Antrag, seine Frau und damit Königin von England zu werden, abgelehnt: Eine Zukunft mit ihm ist für sie undenkbar, wenn sie ihre wahre Identität geheimhalten muss. Außerdem hat Madame Hiver, die zwielichtige Verschwörerin am französischen Hof, Rea zu einem unheilvollen Pakt gezwungen. Doch dann taucht Robin unter und wird zum Gesetzlosen. Wird er sein Reich, seine Macht und seine Krone aufs Spiel setzen, um für Rea und die Freiheit zu kämpfen? Eine Kämpferin, die eine verbotene Gabe besitzt. Ein Prinz, dessen Leben auf dem Spiel steht. Ein gläserner Palast, in dem eine tödliche Intrige gesponnen wird.



"Wird der König uns nicht auf der Stelle erschießen lassen?", wende ich ein. Robin gibt einen erstickten Laut von sich. Doch Ninons Blick bleibt gnadenlos. "Ja, dir Sache könnte schwer nach hinten losgehen. Aber wie heißt es so schön: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt."
- Rea auf S. 136



Das von mir heißersehnte Finale von der Palace - Saga hat mich mal wieder geschockt - besonders mit dem Ende, obwohl der Anfang so schön war...
Die Verlobten Rea und Robin verbringen in Berlin noch viele romantische Momente miteinander, haben aber immer ihre Rückkehr nach London im Hinterkopf und überlegen, wie sie eine neue Ära für die Magdalenen anbrechen können. Diese Rückkehr organisiert Lord Nottingham, der gewiefte Cousin von Galahad. Durch "Zufall" *hüstel* erreicht Rea von ihm die Nachricht, dass ihr Bruder angeblich niedergeschossen worden sei - was aber gar nicht stimmt, als sie in London ankommen. Dank des überstürzten Aufbruchs hat Rea keine Medikamente mehr gegen ihr Geistesfieber besorgen können, sodass ihr Zustand in London immer schlimmer wird. Als Robin überraschenderweise einen Kompromiss mit seinem Vater, dem König, erreicht, dass er auf der Verlobungsfeier Reas Hand halten darf, kommt der erste spannende Moment. Denn bevor der Prinz seine Braut berührt, muss sie "durchsichtig" vom Glasbläser - Sir Galahad gemacht werden. Das heißt, er als Schnüffler soll herausfinden, ob sie eine Magdalena ist, was er dank Madame Hivers Gedankentraining mit Rea nicht herausfindet. Doch das ist zu schön um war zu sein, denn auf der Verlobungsfeier, zu der auch das gemeine Volk gehört, läuft alles rund, bis der König anordnet, vom Glasbläser 100 Menschen durchsichtig zu machen - 23 davon sind Magdalenen, und werden sofort getötet oder in die Korrektive gebracht. Sämtliche Könige und Würdenträger legen sofort noch auf der Feier Einspruch ein und verlassen diese, womit sie eine Katastrophe wird. Rea kämpft innerlich mit sich, als Robin einen Aufstand ähnlich wie die Seidenrebellion anführen will, und schlägt um ihm zu zeigen, wie Magdalenen leiden, einen Besuch einer Korrektive vor. Dieser ist mehr als schockierend für Robin - und kurz nach Ende des Besuches mit seinen Eltern und seiner Verlobte taucht er unter, wird zum Gesetzlosen und führt den Widerstand an. Und Rea? Sie bleibt am Hof, will spitzeln - wäre da nicht Lord Nottingham mit seinem wunderschönem Geist und die Angst vor Robins Tod...die Angst vor einer erneuten Seidenrebellion.
Was soll ich sagen? Am Anfang ist alles noch so schön, und dann kommt ein schockierender Moment nach dem anderen. Da frage ich mich doch manchmal, wie man auf solche grandios - schrecklichen Ideen kommt 😅 Besonders der Besuch in der Korrektive und die Szene danach haben es in sich. Ich war so gefesselt, dass ich auf den letzten 10 Seiten erst gemerkt habe, dass ziemlich sehr viele offene Fragen über bleiben...ja, das Ende war richtig fies - und zwar offen. Ich habe so viele Fragen und hoffe wirklich sehr, dass es einen vierten Band geben wird 😩 Der Schreibstil ist wie schon in den vorherigen Bänden einfach nur bildgewaltig. Leider muß ich zugeben, dass mir Rea in diesem Buch ein wenig unsympathischer wurde - was aber doch noch erklärt wird. Robin hingegen habe ich in diesem Teil geliebt - ich glaube, seine Mutter hat ihn nicht umsonst nach Robin Hood benannt 😉 Für mich persönlich war dieser Band ein würdiger, aber mich unzufrieden hinterlassender Abschluss, und ich hoffe wirklich, dass in einem vierten Band die offenen Fragen noch geklärt werden.


Palace Of Fire ist ein spannendes Finale mit schockierenden Momenten und einem bildgewaltigen Schreibstil. Das einzige, was ich bemängeln muss, ist das offene Ende, das mich sehr frustriert hat und echt gemein von der Autorin war. Trotzdem hat es sich den Titel Buchschmöker mehr als verdient. 

Kennt ihr diese Momente auch? Wenn so viele Fragen über bleiben? Bei "Legend" gab es ebenfalls ein offenes Ende, aber nicht so ein gemeines...

Bis zur nächsten Rezi
Eure Vera