Mittwoch, 31. Oktober 2018


Und schon wieder ist ein Monat vorbei...

Der Oktober stand bei mir ganz im Zeichen der Buchmesse. Ich bin unglaublich froh, dort gewesen zu sein! Daher möchte ich mich auch bei euch bedanken: Der Beitrag zur FBM ist der bisher meistgelesene Blogbeitrag - und damit nicht genug, denn sagenhafte 880 Klicks und die ersten 3 Kommentare gab es in diesem Monat auf meinem Blog! DANKE. Das ist ein wundervolles Feedback dafür, wie viel Arbeit ich in diesen Blog stecke. Es war auch ein wirklich schönes Gefühl, zum ersten Mal eigene Visitenkarten in der Hand zu halten, und zu wissen, dass man Leser hat. Meine Bücherhighlights in diesem Monat waren eindeutig "Die Krone der Dunkelheit" (hier geht's zur Rezi) und "Illuminae". Zwischen den Büchern könnte ich mich einfach nicht entscheiden 😅 Mein SuB ist allerdings nicht wirklich gesunken, sondern eher Dank der vielen tollen neuen LYX - Erscheinungen gestiegen 😂 aber zum Glück habe ich ja nicht sooo viele Vorbestellungen für den November, so dass ich meinen SuB zumindest ein wenig abbauen kann. Mein Konto hat sich diesen Monat vom September-Chaos auch etwas erholt - schließlich habe ich 120€ weniger für Bücher ausgegeben, die dann allerdings bald für Bookish Merch draufgehen 😅Trotzdem freue ich mich riesig auf den November, weil ich dann Geburtstag habe und ganz 2 Bücher von Jennifer L. Armentrout erscheinen 😍 Meine absoluten Highlights waren diesen Monat natürlich die Treffen mit Bianca Iosivoni - und das Coverreveal von Laura Kneidl's Schattenelemente - Reihe 😅 
Findet ihr die Cover nicht auch wunderschön? Was sind denn eure November - Vorbestellungen? 

GELESEN:

5 selbst gekaufte Bücher

Die Krone der Dunkelheit | Laura Kneidl | Seiten: 640 | 5 ★ Rezension online - BUCH DES MONATS
Das Mädchen aus Feuer und Sturm | Renee Ahdieh | Seiten: 416 | 4 ★ Rezension online
Dämonentage | Nina MacKay | Seiten: 400 | 3 ★ Rezension online
Illuminae | Amie Kaufman & Jay Kristoff | Seiten: 608 | BUCH DES MONATS
Die tausend Teile meines Herzens | Colleen Hoover | Seiten: 352 | 4 ★ Rezension online

3 Rezensionsexemplare

All in - Tausend Augenblicke | Emma Scott | Seiten: 425
 The Brightest Stars - attracted | Anna Todd | Seiten: 352 | 2 ★ Rezension online
 Das Herz der Kämpferin | Adrienne Young | Seiten: 320 | 4 ★ Rezension online

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Anzahl insgesamt gelesener Seiten: 3513

NEUZUGÄNGE:

 All in - Tausend Augenblicke | Emma Scott | Rezensionsexemplar
Das Herz der Kämpferin | Adrienne Young | Rezensionsexemplar
 Die tausend Teile meines Herzens | Colleen Hoover | 14,99€
 Fire & Frost 2 | Elly Blake | 17,00€
From Ashes - Herzleuchten | Molly McAdams | Rezensionsexemplar
Hold me close | Julianna Keyes | Rezensionsexemplar
Illuminae | Amie Kaufman & Jay Kristoff | 19,95€
Like nobody else | Kim Nina Ocker | Rezensionsexemplar
 Rückkehr der Engel | Marah Woolf | 17,99€
 Spiel der Macht | Marie Rutkoski | 19,95€
Still Broken | April Dawson | Rezensionsexemplar

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Gesamtausgaben für Bücher: 89,94€ - im Vergleich zum letzten Monat ist das NICHTS!

RESTANZAHL DER BÜCHER AUF MEINEM SUB: 18 - mist, mein SuB wird bei diesen vielen tollen Neuerscheinungen anlässlich der Buchmesse einfach nicht weniger.

ANZAHL DER SEITENAUFRUFE MEINES BLOGS: 880 - mein Gott, ist das viel! Dankeschön ihr lieben <3

MEINE VORBESTELLUNGEN FÜR NOVEMBER:

- Funkeln der Ewigkeit | Jennifer L. Armentrout
- Elfenkrone | Holly Black
- Catwoman | Sarah J. Maas
- Revenge | Jennifer L. Armentrout
- Der letzte erste Song | Bianca Iosivoni

Montag, 29. Oktober 2018

Klappentext

Stell dir vor, du triffst den Mann deiner Träume – und dann findest du heraus, dass er der eine ist, in den du dich nicht verlieben solltest…
Beim Shoppen in der Stadt lernt die siebzehnjährige Merit den überaus attraktiven Sagan kennen und verliebt sich so heftig in ihn, dass sie ihren sonstigen Schutzpanzer fallen und sich schon bei der ersten Begegnung von ihm küssen lässt. Ein fataler Fehler – denn leider stellt sich ziemlich schnell heraus, dass Sagan für Merit absolut off limits ist, weil er ihrer an versteckten Geheimnissen ohnehin reichen Familie näher steht, als sie ahnte.
Damit nicht genug: Anstatt ihr aus dem Weg zu gehen, bereichert Sagan in der folgenden Zeit das vielköpfige Elternhaus von Merit mit seiner täglichen Anwesenheit. Das aber führt das ohnehin schon chaotische Familienleben völlig ad absurdum – und stürzt Merit in eine tiefe persönliche Krise.

 Meine Meinung

Einleitung

Endlich ist er da: Der neue CoHo. Colleen Hoover ist eine Meisterin ihres Genres - ich bin Fan seit ihrem ersten Roman und habe dieses Buch heiß ersehnt, besonders nach den vielen Fantasy-lastigen Romanen, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Wie ich das Buch empfunden habe, erfahrt ihr hier...

Cover, Haptik, Playlists & Co.

Das Cover ist schlicht gestaltet und gefällt mir im Vergleich zu anderen deutschen Ausgaben ihrer Romane mit Figuren auf dem Cover sehr gut. Obwohl ich mir gewünscht hätte, dass der Verlag den Originaltitel übernommen hätte...in der vorderen Innenklappe befindet sich ein schönes Porträt von Colleen selbst; in der hinteren sind noch einmal all ihre bisher übersetzten Bücher zu sehen. Das Buch selbst ist eher mitteldick und lässt sich gut anfassen. Außerdem befinden sich im Buch noch vereinzelt Skizzen, die einer der Protas gezeichnet haben soll, was mich ein wenig an Love & Confess erinnert hat.

Kurze Zusammenfassung des Anfanges (SPOILER!)

Merit hat eine ziemlich verkorkste Familie - schließlich lebt nicht jeder in einer Kirche. Als sie die Schule schwänzt, lernt sie auf der Suche nach einem neuen Pokal in einem Antiquitätengeschäft über Umwege Sagan kennen. Es scheint Liebe auf den ersten Blick zu sein, denn plötzlich küssen die beiden sich leidenschaftlich. Doch dann klingelt Sagans Handy - und niemand geringeres als Merits Zwillingsschwester Honor ist dran. Sagan ist vollkommen geschockt, weil er dachte, er würde Honor küssen, und ist richtig verlegen. Verletzt flieht Merit von ihm, da er mit Honor zusammen ist. Es ist nicht das erste Mal, dass sie von anderen mit Honor verwechselt wird. Honor ist total beliebt, wird nicht von ihren Mitschülern ignoriert und versteht sich gut mit ihrem großen Bruder Utah, den Merit hasst - ebenso wie ihren Vater, der ihre Mutter betrogen hat und jetzt mit seiner neuen Freundin und dem Sohn mit seinen anderen Kindern unter einem Dach lebt. Auf einmal kommt das nächste Problem: Sagan zieht bei Merit's Familie ein - jeden Tag begegnet Merit ihm und muss damit klar kommen, dass er Honors Freund ist. Dann taucht auch noch der Bruder von der neuen Frau von Merits Vater auf, und das Chaos ist perfekt. Irgendwann streiten sich alle Familienmitglieder fast bei jedem Essen, und Merit rutscht immer mehr ins Depressive ab...kann Sagan sie da raus holen? Und wird ihre Familie endlich mal miteinander Klartext reden? Wenn ihr das wissen wollt, müsst ihr das Buch lesen.

Das Wichtigste: Schreibstil, Plot und Charaktere

Der Schreibstil von Colleen Hoover hat einfach Wiedererkennungswert. Man fliegt nur so durch die Seiten und blendet die Außenwelt bei einem Wirrwar der Emotionen komplett aus, weil die Autorin es wirklich jedes Mal schafft, dass man weiter und weiter lesen möchte, obwohl diese Geschichte wirklich keine leichte Kost ist. Sie schreibt durchweg aus der Ich-Perspektive von Merit und spricht in diesem Buch wirkliche Tabuthemen an, die mich auch sehr mitgenommen haben. Dazu aber gleich mehr.

Die Charaktere sind allesamt sehr speziell und leiden alle jeweils unter einem "Problem". Dadurch versteht ihr vielleicht besser, was ich mit einer chaotischen und sehr speziellen Familie meine. Das ist nicht negativ gemeint, sondern zeichnet das Buch mit seiner brutalen Ehrlichkeit und seiner Realitätsnähe einfach aus.
Die Protagonistin Merit ist sauer auf ihren großen Bruder Utah, schwänzt die Schule und hat den Eindruck, dass jeder ihre eineiige Zwillingsschwester Honor lieber mag als sie. Sie ist sehr leicht reizbar und bläst Trübsal, weil alle in der Familie Voss außer der kleine Moby gefühlt ihre Probleme bei Merit auslassen und ihr Vater ein Arsch ist. Außerdem schückt sie den in ihrem Zuhause hängenden Jesus regelmäßig nach der Jahreszeit neu. Als sie Sagan kennen lernt, möchte sie sich für ihn ändern, aber er ist der Freund von Honor...
Honor hat eine - nun ja, ziemlich merkwürdige - Vorliebe für Boyfriends, die totkrank und somit kruz vorm sterben sind, was auf ihren ersten Freund zurückzuführen ist. Mit Sagan hat sie ihren ersten "gesunden" Freund. Sie versteht sich sehr gut mit Utah und verachtet Merit dafür, dass diese Utah (gerechtfertigt) hasst.
Sagan ist ein Halb-Syrer, der vor dem Bürgerkrieg flüchten musste und durch den Kontakt mit Honor bei ihrem Dad arbeiten und wohnen darf. Sein heimliches Hobby ist das Tätowieren, das bei seinem Zeichentalent wirklich nachvollziehbar ist.
Utah ist der große Bruder von Honor und Merit. Er ist Perfektionist und Streber in der Schule - dennoch verbirgt er etwas, dass auch besonders mit Merit zu tun hat...er ist außerdem richtig gut mit Sagan und Honor befreundet.
Barnaby Voss ist der Vater von Utah, Honor, Merit und Moby. Er hat eine ausgeprägte Abneigung gegen einen Hund namens Wolfgang, weshalb er für seine Familie eine Kirche als Wohnort gekauft hat, obwohl er Atheist ist. Utah, Honor und Merit sind Kinder aus seiner ersten Ehe mit Victoria I., welche er mit ihrer Pflegerin betrog, während sie einen Tumor hatte. Mit dieser Pflegerin, Victoria II., zeugte er noch vor der Scheidung von Victoria II. ein Kind, Moby. Wegen seines Fremdgehens hassen ihn seine Kinder aus erster Ehe.
Victoria Voss I. ist die Mutter von Utah, Merit und Honor. Sie lebt im Keller der Familienkirche und hat diesen wegen ihrer Soziophobie seit Jahren nicht mehr verlassen.
Victoria Voss II. ist die neue Frau von Barnaby. Sie ist die Mutter des gemeinsamen 4-jährigen Sohnes Moby und lässt diesen absolut keine Süßigkeiten oder Gluten essen - außerdem verharmlost sie Dinge wie das Wort Bastard gerne und will Moby in einer rosaroten Welt leben lassen. Und hey, sie ist eine begnadete Köchin.
Moby ist das wohl netteste, kleinste und beliebteste Mitglied der Familie. Er liebt Donuts, die ihm Merit ab und zu zusteckt, ebenso wie Sagans nicht ganz kindgerechten Gutenachtgeschichten.
Luck taucht wie aus dem Nichts auf. Er war jahrelang auf See und ist niemand geringeres als der ziemlich junge Bruder von Victoria II. Er hat einen undefinierbaren Akzent und liebt seinen schottischen Kilt über alles - außerdem ist er ein anstrengender Gesprächspartner und führt eine Liste über jeden Sex, den er mal gehabt hat.

Wow, war das eine schwere Kost von einem Buch. Es sind so unglaublich viele und wichtige Themen in diesem Einzelband angesprochen wurden, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Wahrscheinlich das am intensivesten thematisierteste Thema ist die Depression, in die Merit nach und nach abrutscht. Zuerst dachte ich, dass es wieder so in typisches, klischeehaftes Young-Adult-Buch werden würde, aber weit gefehlt! Ich habe mit Merit (vielleicht ein bisschen zu viel) mitgelitten, ganz besonders zur Mitte des Buches, als die Geheimnisse einfach alle zu viel wurden und man wirklich auch als Leser realisiert hat, dass das eine brutalst ehrliche Geschichte ist, in der ich mich auch öfter als mir lieb ist in Merit wieder gesehen habe. 
Zwischendurch hatte ich immer wieder Punkte, wo ich einfach so deprimierend war, dass ich selbst kurz eine Pause machen musste. Zum Glück hat CoHo aber auch andere, schönere Szenen und Macken wie die Pokal-Sucht von Merit eingebaut. Sie behandelt auch andere Themen wie Missbrauch, Suizid und sogar den Bürgerkrieg in Syrien. Leider kann ich nicht auf das Thema Missbrauch eingehen, ohne zu sehr zu spoilern. Der Suizid erklärt sich glaube ich auch von selbst. Die Autorin hat mich aber richtig mit ihrer ersten politischen Meinung im Buch überrascht. Das Thema selbst ist nicht allzu groß, aber dennoch habe ich vieles erfahren, was ich über den Beginn des Krieges und seine Auswirkungen auf die Bürger noch nicht wusste.
Die Liebesgeschichte steht nicht so sehr im Vordergrund, wie ich es nach dem Klappentext erwartet hätte. Zwar hat man durchaus eine gewisse Vorahnung, wie die Story ausgeht, aber in diesem Buch liegt der Fokus doch überraschenderweise eher auf dem Tabu-Thema der Depression. Trotzdem hat mir die Chemie zwischen Merit und Sagan und die Art, wie er mit ihr umgeht, wirklich gut gefallen.
Das Ende hat mich wirklich zufrieden gestellt. Es war weder ein Happy End, noch wirklich offen oder ein Cliffhanger, sondern mal wirklich realistisch. Zwar bleiben viele Fragen offen, aber ich denke, dass die Autorin mehr zum Nachdenken über den Umgang mit solchen Themen anregen möchte. Mich hat es jedenfalls sehr zum Nachdenken gebracht - es war mal ein ganz anderer Roman als von CoHo erwartet.

Fazit

Colleen Hoover hat einen wirklich bewundernswerten, brutal ehrlichen Roman geschrieben. Es geht darum, wie man mit Depressionen, Suizidgedanken und Missbrauch umgeht, aber auch um den syrischen Bürgerkrieg. Ihr Schreibstil und die Charaktergestaltung ist mal wieder sagenhaft, den einzigen Minuspunkt gibt es für die vielen Themen auf einmal in einem doch relativ dünnen Roman, Die Liebesgschichte steht übrigens gar nicht so wie im Klappentext im Fokus, sondern beinhaltet genau das richtige Maß. Dieser Buchschmöker ist es wirklich wert, gelesen zu werden - er ist ganz anders, als die anderen CoHo-Bücher, aber im positiven Sinne anders. Für zartere Gemüter würde ich ihn allerdings nicht empfehlen!


Habt ihr schon einmal andere Bücher von der Autorin gelesen? Ich persönlich liebe ja "Maybe Someday" - es war mein erstes CoHo Buch.

Zitat

Ich hasse das Gefühl, das in mir aufsteigt, wenn er mich ansieht. Nicht dass sein Blick vorwurfsvoll wäre, aber ich bekomme trotzdem immer sofort ein schlechtes Gewissen. Obwohl ich alles an ihm hasse ergeben die Einzelteile ein Gesamtbild, das so perfekt ist, dass es mir jedes Mal einen Stich versetzt.
- Merit auf Seite 81 -

Fakten

Originaltitel: Without Merit
Titel: Die tausend Teile meines Herzens
Autorin: Colleen Hoover - lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas
Übersetzer: Katarina Ganslandt
Seiten: 352
Verlag: dtv
Genre: New Adult / Romance
Erscheinungsdatum: 26.10.2018
Klappenbroschur: 14,95€
E-Book: 12,99€

Sonntag, 28. Oktober 2018


Klappentext

An den letzten fünf Tagen des Jahres, den Dämonentagen, leben die Menschen in Furcht und Angst. Sobald das letzte Tageslicht versiegt, fallen Dämonen über die Erde her. Wer überleben will, muss sich verstecken. Die 17-jährige Adriana wird in eine ominöse, jedoch offenbar sichere Villa eingeladen. Mit Freunden, unter denen auch ihr heimlicher Schwarm Eloy ist, will Adriana die Dämonentage dort verbringen. Doch etwas scheint anders als sonst. Mehrere Alpha-Dämonen schließen sich zusammen und gehen erstmals organisiert gegen Menschen vor. Was wollen sie von Adriana? Und warum ist der Halbdämon Cruz auf sie angewiesen? Am Ende der ersten Dämonennacht muss Adriana eine Entscheidung treffen, die nicht nur ihr eigenes Schicksal verändern wird.

Meine Meinung

Einleitung

Dieses Buch ist absolut perfekte Herbstlektüre. Ich muss ja zugeben, dass ich bisher noch kein Buch von Nina MacKay gelesen habe - dafür konnte ich auf der FBM aber einen Blick auf sie selbst erhaschen. Sie ist einfach mal mega hübsch und voll nett 😍 Nun ja, zurück zum Buch: Es hat mich nicht enttäuscht, aber auch nicht von den Socken gehauen! 

Cover, Haptik, Playlists & Co.

Das Cover sowie dessen Rückseite sehen einfach toll aus und machen Lust auf die Geschichte. Es zeigt übrigens Adriana und den Labrador Whiskey; das Cover ist also inhaltsbezogen. Da es ein Taschenbuch ist, befindet sich die Autorenbiografie direkt im Buch, zusammen mit einem ausführlicheren Klappentext. Es ist außerdem weder eine Karte noch eine Playlist zu finden. Das Papier ist aber schön griffig!

Kurze Zusammenfassung des Anfanges (Spoiler!)

Nach dem Desaster im letzten Jahr, bei dem Adrianas Freundinnen von Dämonen gefressen wurden, hat sie dieses Jahr während der Dämonentage eine vermeintlich sichere Unterkunft. Die Dämonentage gibt es seit dem Kampf der letzten Engel, 1972. An den letzten fünf Tagen des Jahres überfallen die Dämonen in der Nacht die Menschen. Die genauen Dämonenarten könnt ihr übrigens meinen Zitat entnehmen. Dieses Jahr hat Adrianas ehemaliger Heimleiter sie und ihre Freunde zu sich eingeladen. Kaum sind sie alle kurz vor Einbruch der Dunkelheit in der hochgesicherten Villa von Harry und Molly angekommen, belagern Dämonen das Haus, weil sie "schmutziges Blut", also einen Halbdämon dort wittern. Nach und nach reduziert sich die Zahl der Verdächtigen auf Adriana und ihre beste Freundin Dakota, während die Dämonen immer unruhiger werden, ebenso wie die Menschen im Haus. Als die beiden Mädchen kurz in die Küche gehen, geschieht das Unglück: Sie sind den Dämonen mitten in die Falle getappt. Schützend stellt sich Harry vor die beiden, ebenso wie einer seiner Hunde, Whiskey. Sofort werden die beiden getötet und gefressen. Diesen Moment nutzt Dakota, um sich Mithilfe von Weihwasser vor den Dämonen zu schützen, während Adriana geschockt begreift, dass sie eine Halbdämonin ist. Nur gut, dass sie von einem anderen Dämon, Cruz, schon markiert wurde - denn als sie auf heiligem Boden flieht, während die Dämonen sie jagen, kommt er ihr zur Hilfe. Das wird nicht das letzte Mal sein, dass er ihr hilft und ganz nebenbei halbnackt ihr Herz zum Rasen bringt - vor allem, weil die beiden ewige Dämonentage verhindern müssen. Und das können sie nur gemeinsam, während sich Gefühle zwischen den beiden bilden, obwohl Adriana Dämonen über alles hasst. Aber zum Glück hat sie Gesellschaft von dem Labrador Whiskey! Werden die beiden zusammenfinden? Und werden die beiden Luzifer stoppen können?

Das Wichtigste: Schreibstil, Plot und Charaktere

Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, habe ich Probleme mit Geschichten, die aus der 3. Person erzählt werden. Es gibt nur wenige Autoren, die mich dann mit ihrem Schreibstil überzeugen können. Dazu gehören nur Cassandra Clare, Laura Kneidl und Sarah J. Maas. Mit Nina MacKays Schreibstil wurde ich leider nicht wirklich warm. Viele Dinge waren mir zu einfach und zu wenig erklärt, und bei gewissen Szenen hat mich das Gefühl, das Kribbeln im Bauch einfach nicht erreicht. Viele haben in anderen Rezensionen geschrieben, dass sie den Humor der Autorin auch richtig toll finden - und dann komme ich wieder, und erkläre, dass ich den Humor in diesem Buch nicht verstanden habe. Manchmal habe ich solche Momente, wo ich mir wirklich denke, dass ich merkwürdig bin, aber leider ist das bei manchen Büchern so. Als ich kurz persönlich mit der Autorin auf der FBM sprechen konnte, konnte ich sehr wohl ihren Humor verstehen. Warum das in diesem Buch nicht so ist, weiß ich nicht. Dafür fand ich ihre Charaktere aber wirklich gut :)

Die Charaktere haben mir ziemlich gut gefallen. Sie entwickeln sich im Laufe des Buches wirklich weiter, und diese Entwicklungen sind auch realistisch beschrieben. Aber zuerst einmal näheres zu den Personen:
Adriana ist Vollwaise. Ihren Vater hat sie nie kennen gelernt, und ihre Mutter wurde vor ein paar Jahren von Dämonen gefressen. Sie ist in Eloy verliebt und relativ schüchtern - zumindest am Beginn des Buches.
Cruz war ein Halbdämon, der durch die versehentliche Ermordung eines Menschen ein Alpha - Dämon wurde. Sein größter Wunsch ist es, wieder ein Mensch zu sein und Adriana zu daten.
Ivan ist der Handlanger Luzifers. Er will mit allen Mitteln einen Krieg vonseiten der Halbdämonen verhindern und deshalb unbedingt Adrianas Tod.
Luzifer hat einen Plan: Ewige Dämonentage. Die einzigen, die ihn daran hindern haben könnten, sind Adriana und Cruz, weshalb er alles dafür tut, um die beiden gefangen zu nehmen und zu versklaven.
Dakota ist eine blöde Mistkuh, die Adriana den Freund wegschnappt und sie den Dämonen zum Fraß vorwerfen würde. Zusammengefassung: Sie denkt nur an sich.
Tequila ist der Hund von Harrys Frau, Molly. Die beiden verstehen sich allerdings überhaupt nicht, weshalb er sich nun als Treue Seele Adriana anschließt und sie auf ihre Abenteuer begleitet.
Molly ist die Besitzerin der Villa. Übrigens verrückt - ich habe keine Ahnung, was Harry an ihr findet. Die Frau hat ein Pentagramm zum Dämonen rufen in ihrem Zimmer!
Harry ist der herzensgute, ehemalige Heimleiter von Adriana. Er lässt sie und ihre Freunde, zu denen auch Rico gehört, während der Dämonentage bei sich übernachten.
Rico ist ein wunderbarer Recherchierer und nebenbei Adrianas bester Freund. Er ist für jede Aktion zu haben, und hilft, wo er nur kann. Sein einziges Problem ist die absolut nicht nachvollziehbare Liebe zu Dakota.

Ich glaube, meine Erwartungen waren insgesamt ein wenig zu hoch. Ich habe die Geschichte automatisch immer wieder mit Jennifer L. Armentrout's "Dark Elements" unbewusst verglichen - und die kann man echt schwer toppen. Die Grundidee dieser Trilogie von Nina MacKay ist aber auch gut.
Zwischendurch fand ich das Verhalten der Dämonen nur wirklich kindisch und unreif; man hat sich wirklich gefragt, wie die Engel in der Schlacht gegen die verlieren konnten.
Die Liebesgeschichte zwischen Cruz und Adriana war aber schön beschrieben. Es ist vielleicht nicht Liebe auf den ersten Blick oder ähnliches, aber man konnte die Beziehung zwischen den beiden gut nachvollziehen. Besonders gut fand ich, dass die Protagonistin nicht einfach ihre Vorsätze, Dämonen zu hassen, nicht aus dem Fenster geworfen hat, sondern mal nicht nem halbnackten Typen gleich verfallen ist. Sie lässt es langsam angehen, was ich realistisch finde.
Am Anfang überschlug sich die Geschichte vor Spannung. Zuerst war ich richtig überfordert, bis es dann wirklich lange sehr ruhig wurde. Ab dem zweiten Drittel gab es bis kurz vorm Ende irgendwie keine richtige Überraschung mehr, da sich viele Handlungsstränge wiederholten. Das Ende war dann natürlich ein riesiger Cliffhanger, der den Leser (mich) vollkommen hypernervös und mit lauter Fragen hinterlassen hat, um einen neugierig auf den zweiten Teil zu machen. Das hat wirklich gut funktioniert!

Fazit

Wer eine Mischung aus "Dämonentochter" & "Dark Elements" mag, wird in diesem Triologieauftakt ein gutes Buch für Zwischendurch finden. Der Schreibstil hat mich leider nicht abgeholt, aber dafür hat mir die Liebesgeschichte gut gefallen - insgesamt ist dieses Buch damit ein Geheimtipp, der mit dem Cliffhanger am Ende neugierig aud den zweiten Teil macht.


Wusstet ihr, dass diese Geschichte von der Autorin zuerst auf die Wattpad hochgeladen wurde? Da sieht man mal wieder, wie viele gute Autoren sich auf der Plattform rumtreiben! Seid ihr dort auch fleißig am stöbern?

Zitat

"...den Omega musst du fürchten als Einzigen nicht. Er kann nicht beißen und ist kaum größer als ein Kürbis - der kleine Wicht...
...vor dem Delta dagegen nimmt dich in Acht, er erschnuppert deinen Geruch und weiß immer, was du machst...
...wenn der Gamma dich packt, sag Auf Wiedersehen zu deinem Fuß, er ist ab, bevor du nach Hause schicken kannst einen Gruß...
...an einem Beta ist mehr als nur spröder Sand, er tötet dich als seines Alphas rechte Hand...
...zum Schluss sei gewarnt vor dem Alpha der Runde - hat er dich erwählt, gehört ihm dein Herz am Ende der Stunde."
- Kinderlied auf S. 11

Fakten

Titel: Dämonentage
Autorin: Nina MacKay - außerhalb ihrer Arbeitszeiten erträumt sie sich eigene Welten und führt imaginäre Interviews mit ihren Romanfiguren
Seiten: 400
Verlag: Piper
Genre: Fantasy
Erscheinungsdatum: 02.10.2018
Klappenbroschur: 15,00€
E-Book: 13,99€

Mittwoch, 24. Oktober 2018


Klappentext

Sie ist zur Kämpferin erzogen worden, und als Tochter des Clan-Führers würde die 17-jährige Eelyn jederzeit ihr Leben für ihre Familie und ihre Freunde geben. Während einer Schlacht gegen die verfeindeten Riki glaubt sie zu träumen. Denn Eelyn sieht ihren totgeglaubten Bruder – wie er an der Seite eines kühnen Riki kämpft. Weder ein Pfeil im Arm noch ein Schwerthieb könnte Eelyn so schwer treffen wie der Verrat ihres Bruders. Sie selbst würde sich niemals mit dem Feind verbünden. Auch nicht wenn sie sich verliebt. Und selbst dann nicht wenn es den Untergang der Clans bedeutet. Oder? 

Meine Meinung

Einleitung

Ich lese ja wirklich selten Einzelbände, aber diese Preview auf das Buch hat mich richtig neugierig gemacht, weshalb ich mich bei LovelyBooks in der Leserunde beworben habe. Glücklicherweise habe ich dieses tolle Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar bekommen - dafür vielen Dank, denn mir hat das Buch rund um die Wikingerclans sehr gut gefallen! 

Cover, Haptik, Playlists & Co.

Das Cover ist das selbe wie im Amerikanischen und zeigt die Protagonistin mit ihrer Lieblingswaffe, was mir sehr gut gefällt. Die Titelschrift des gebundenen Buches mit Umschlag ist schlicht; ebenso wie der Klappentext. Die Farben passen super zusammen und vermitteln auch die düstere Stimmung des Buches. Es befindet sich weder eine Karte (schade!) noch eine Playlist im Buch, dafür aber einige Werbung für Jennifer L. Armentrouts Bücher. Im vorderen Teil des Umschlages ist noch einmal ein anderer, ausführlicher Klappentext aufgedruckt, im hinteren eine kurze Autorenbiografie der Debütautorin. Ohne Umschlag sieht das Buch dunkelgrün mit goldenen Lettern aus - ein echt schickes Highlight! Außerdem ist noch ein Lesezeichen-Bändchen zwischen den echt dicken und sehr gut riechenden Seiten. 

Kurze Zusammenfassung des Anfanges (Spoiler!)

Eelyn ist eine Aska. Zu Beginn wird man mitten ins Kampfgetümmel geworfen, als die Aska gegen ihre Todfeinde, die Riki, kämpfen, wie sie es alle sechs Jahre tun. Während Eelyn kämpft, sieht sie plötzlich ihren toten Bruder für die Riki kämpfen. Im ersten Moment hält sie es für eine Halluzination, doch dann realisiert sie, dass er es wirklich ist, und folgt ihm. Ein anderer Riki, Fiske, will sie davon abhalten und verletzt sie schwer, nimmt sie aber als Gefangene mit zu seinem Dorf. Dort erkennt Eelyn schmerzhaft, dass sich ihr Bruder Iri wirklich den Riki angeschlossen hat und eine Familie dort aufgebaut hat. Sie kann aber nicht bei Iri bleiben, sondern muss als Sklavin an die anderen Dörfer der Riki verkauft werden. Brutal wird ihr eine Halsfessel angelegt, doch kurz, bevor sie an widerliche Männer verkauft werden kann, kauft Fiske sie. Dadurch lernt Eelyn zwingend seine Familie kennen, bei der auch Iri lebt. Mit der Zeit muss sie schmerzlichst erkennen, dass die Völker der Riki und Aska doch ziemlich gleich sind - bis auf den Gott, den sie verehren. Leider bedrohen sie immer wieder weitere Riki, sodass sie mehrmals dem Tod von der Schippe springt und meistens von Fiske gerettet wird. Sie lernt aber auch seine Familie lieben und findet heraus, warum Iri zu den Riki gewechselt ist. Langsam, aber sicher beginnt sie, sich im Dorf der Riki wohl zu fühlen, was nicht zuletzt an Fiske liegt. Doch als das Dorf von den Herja - nebenbei bemerkt die Mörder von Eelyns Mutter - angegriffen wird, muss Eelyn einsehen, dass nur eine Allianz der Aska und Riki gegen sie an kann. Das Problem ist nur, dass die Herja schon bei den Aska eingefallen sind...lebt Eelyns Vater überhaupt noch? Und werden die Aska irgendwann mal zusammen mit den Riki friedlich zusammen leben können? Vor allem: Kommen Eelyn und Fiske endlich zusammen? Das erfahrt ihr, wenn ihr diesen Einzelband lest ;)

Das Wichtigste: Schreibstil, Plot und Charaktere

Adrienne Young's Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Man kann sich die Wikinger - Kultur, ihren Glauben und ganz besonders die Kämpfe sehr gut vorstellen. Ich kann mich nicht erinnern, schon mal ein New Adult - Buch über Wikinger gelesen zu haben, weshalb ich diese Idee sehr interessant fand. Die Geschichte wird aus der Ich - Perspektive von Eelyn erzählt, so dass man in ihre Gedankenwelt eintaucht und sich sehr gut in sie hineinversetzen kann.

Die Entwicklung der Charaktere und vor allem die Charaktere selbst haben mir extrem gut gefallen. Adrienne Young legt wirklich viel Wert auf individuelle Charaktere, die sie selbst auch sehr gut beschreiben kann!
Eelyn ist die Tochter des Clanführers der Aska. Bei einem Überfall der Herja hat sie ihre Mutter verloren; kurz darauf bei einem Kampf gegen die verfeindeten Riki ihren Bruder Iri. Sie kämpft meistens mit Mýra zusammen und ist selbst ein wenig sturköpfig, hat aber wirklich Temperament.
Mýra ist seit dem letzten Überfall der Herja, bei dem sie ihren Bruder verloren hat, Eelyns Kampfgefährtin. Sie ist temperamentvoll und hasst die Riki von ganzem Herzen.
Aghi ist der Vater von Eelyn und Iri. Er verlor seine Frau und seinen Sohn und erzieht Eelyn deshalb so hart, weil er Angst hat, sie im Kampf zu verlieren.
Iri ist der tot geglaubte Bruder von Eelyn. Er ist mittlerweile ein vollwertiger Riki anstatt Aska und hat eine Verlobte, Runa. Von Eelyns Auftauchen ist er vollkommen überfordert, freut sich aber riesig. Sein bester Freund ist Fiske; als seine Mutter betrachtet er Inge und als seinen Bruder den kleinen Halvard.
Runa ist in Lehre als Heilerin. Sie ist mit Iri zusammen und selbst eher ziemlich ruhig bzw. schüchtern.
Inge ist Halvards und Fiskes Mutter. Als Fiske Iri zu sich nach Hause brachte, nahm sie ihn auf wie ihren eigenen Sohn. Sie ist sehr fürsorglich und würde alles für ihre Kinder tun - außerdem versteht sie etwas vom Heilen, was Fiske und Iri schon öfter zugute gekommen ist.
Halvard ist der kleine Sohn von Inge. Er ist sehr neugierig und wissbegierig und frischt die Geschichte immer ein wenig auf.
Fiske ist Iris Blutbruder. Ihm zuliebe beherbergt er Eelyn bei sich - obwohl er sie kurz zuvor noch umbringen wollte - und rettet ihr mehrmals das Leben. Ganz langsam beginnt er, Eelyn nicht als Sklavin, sondern als Ebenbürtige zu betrachten - obwohl sie eine Aska ist... Er selbst liebt seine Familie über alles, weshalb er für sie auch über Leichen gehen würde.

Es war schön, mal etwas über ein komplett anderes Thema zu lesen - schließlich ist das Setting eher in Finnland ode Norwegen und mal nicht in Amerika. Die Idee der Wikinger hat mir sehr gut gefallen, auch, da die Autorin wirklich nicht davor gescheut hat, wirklich blutige und brutale Kämpfe zu beschreiben.
Der Grund, weshalb die Clans miteinander verfeindet sind war sehr plausibel. Es ist nicht einfach zum Beispiel ein ehemaliger Grundstücksstreit, sondern ein Streitgrund, den wir alle aus unserer Zeit sehr gut kennen: der Glauben. Die Entwicklung von der Protagonistin während ihres Aufenthalts bei dem verfeindeten Clan ist wirklich enorm - das hat die Autorin in einem so kurzen Buch wirklich gut geschrieben.
Lediglich eine Frage hat sich mir die ganze Zeit gestellt: Könnten die beiden Clans wirklich so auf einmal ihre komplette Feindschaft vergessen und zusammen gegen den neuen, mächtigen Feind antreten?
Das Buch regt wirklich zum Nachdenken an. Zu Beginn verurteilt Eelyn ihren Bruder; hasst ihn sogar - bloß, weil er jetzt ein Riki ist. Aber er ist doch noch der selbe Mensch, oder? Er selbst hat sich nicht verändert, er hat bloß seine wahre Bestimmung und eine Familie gefunden. Eigentlich sollte Eelyn sich doch für ihn freuen, dass er lebt, anstatt ihn wegen seines Glaubens zu verurteilen! Es ist jedem freigestellt, dass anderes als ich zu sehen, aber gerade jetzt trifft Adrienne Young einen wirklichen Nerv in unserer Zeit (Stichpunkt: Muslime / IS).
Hinzu kommt noch, dass die Autorin einen wirklich super Schreibstil hat und in ein dünnes Buch viel Leben gehaucht hat. Natürlich kommt die Romantik auch nicht zu kurz, steht aber nicht im Vordergrund. Mein einziges Problem war das Ende, über das ich hier leider nicht schreiben kann, ohne zu spoilern. Ich kann aber soviel verraten: Es ist ein in sich abgeschlossener Einzelband - der es wirklich in sich hat!

Fazit

Adrienne Young's Debütroman hat mir bis auf das Ende wirklich gut gefallen. Die Kampfszenen waren super beschrieben und auf der Gefühlsebene konnte mich der Einzelband wirklich berühren. Vor allem die Entwicklung der sympathischen Charaktere hat mir gut gefallen - definitiv ein toller Buchschmöker zum Abtauchen in den Herbststunden!


Wenn ich "Wikinger" schon höre, muss ich noch immer direkt an Wickie denken, ihr nicht auch? Manchmal vermisse ich die Zeiten der Zeichentrickserien wie "Jim Knopf" wirklich sehr...

Zitat

"Und wenn sich die Aska mit den Riki zusammenschließen und wir gemeinsam die Herja besiegen? Was dann?" Fiske nahm seine Axt und Schaufel damit ein Holzscheit näher an die Flammen. "Dann ändern sich die Dinge." "Welche Dinge?" Erneut lehnte er sich zurück an den Baumstamm. Seine Augen wanderten über mein Gesicht, und mit sanfter Stimme antwortete er: "Alles."
- Eelyn & Fiske auf S. 243 - 

Fakten

! Dies ist ein Rezensionsexemplar !
Originaltitel: The Sky in the Deep
Titel: Das Herz der Kämpferin
Autorin: Adrienne Young - wenn sie nicht gerade schreibt, findet man sie auf ihrer Yogamatte, auf Antiquitätenmessen, auf denen sie alte Bücherschätze sucht, beim Abendessen mit einem Glas Wein oder in einem ihrer Lieblingsmuseen
Übersetzerinnen: Henriette Zeltner, Sylvia Bieker
Seiten: 320
Verlag: HarperCollins
Genre: Young Adult / Fantasy 
Erscheinungsdatum: 01.10.2018
Gebundene Ausgabe: 16,99€
E-Book: 13,99€

Sonntag, 21. Oktober 2018

Klappentext

Mariko ist die Tochter eines mächtigen Samurai und kennt ihren Platz im Leben. So klug und erfinderisch sie auch sein mag – über ihre Zukunft entscheiden andere. Als sie erfährt, dass sie den Sohn des Kaisers heiraten soll, nimmt sie ihr Schicksal hin. Doch auf dem Weg zu ihrer Hochzeit entkommt sie nur knapp einem blutigen Überfall – und nutzt ihre Chance, die Freiheit zu kosten: Als Junge verkleidet schmuggelt sie sich unter die Banditen und lernt eine ganz neue Welt kennen. Und sie verliert ihr Herz...ausgerechnet an den Feind.

Meine Meinung

Einleitung

Ich habe vor längerer Zeit mal Zorn und Morgenröte von der Autorin gelesen und war begeistert, da sie ja Allgemein eher orientalische Themen behandelt. Diesmal sind es die Samurai - und dementsprechend gespannt war ich, als ich dieses schöne Buch in der Hand halten konnte! Zum Glück wurde ich auch nicht enttäuscht!

Cover, Haptik, Playlists & Co.

In dem Buch befindet sich weder eine Karte noch eine Playlist, was sich aber mit diesem absolut wunderschönen Cover (diese Farben! 😍) und dem interessanten Glossar mit Kurzerklärungen mehr als ausgleichen lässt. Das Hardcover lässt sich gut anfassen, ebenso wie das Papier, welches wirklich gut riecht! In der Innenklappe des Umschlages ist übrigens noch ein Textauszug zu sehen; ebenso wie im hintern Teil des Buches eine kurze Autorenbiografie.

Kurze Zusammenfassung des Anfanges (Spoiler!)

Mariko befindet sich gerade auf dem Weg zu ihrem zukünftigen Mann, der ihr von ihrem Vater, einem mächtigen Samurai, zugewiesen wurde. Das Recht, nein zu sagen besitzt sie nicht, da im Allgemeinen über sie gemunkelt wird, dass sie viel zu viele Fragen stelle und zu schlau für eine Frau sei. Nun ja, ihr Geleit auf dem Weg dorthin wird von dem Schwarzen Clan abgeschlachtet. Mariko überlebt nur knapp, und begegnet kurz darauf einem alkoholisierten Mann, vor dem sie ebenfalls in knapper Not flieht. In ihr regt sich der Gedanke, dass sie frei ist - aber sie will unbedingt herausfinden, warum der schwarze Clan es auf sie abgesehen hat. Wer sind seine Auftraggeber? Um das herauszufinden, verkleidet sie sich als Junge und wird prompt im schwarzen Clan aufgenommen. Dort lernt sie die Mitglieder besser kennen, im guten sowie im schlechten Sinne - ganz besonders Ōkami, einer der stärksten, aber auch ihr gegenüber misstrauischen Krieger. Doch was ist, wenn jemand entdeckt, dass sie eine Frau ist? Und vor allem: Was ist, wenn jemand entdeckt, dass sie DIE Frau ist, die eigentlich tot sein sollte?
Währenddessen macht sich ihr Bruder Kenshin, ein extrem begabter Fährtenleser, auf die Suche nach ihr. Ist die kurze Zeit in Freiheit abgelaufen?

Das Wichtigste: Schreibstil, Plot & Charaktere


Der Schreibstil von Renée Ahdieh ist wie gewohnt flüssig und sehr bildlich, was man vor allem bei der Beschreibung der japanischen Kultur und der Kämpfe bemerken konnte. Sie hat mit den Samurai in Japan ein einzigartiges Setting gewählt; mit der Erzähler-Perspektive müsste ich mich allerdings erstmal anfreunden, da man quasi in das Buch und die komplett andere Kultur hineingeworfen wurde. Mir der Zeit habe ich mich aber daran gewöhnt. Die amerikanische Autorin erzählt abwechselnd aus der Sicht von Mariko, Kenshin und Ōkami, wodurch der Leser wirklich sowohl in die "gute" als auch in die "böse" Seite Einblicke bekommt. Natürlich fehlt auch eine Prise Romantik nicht :) 

Die Charaktere sind teilweise sehr individuell, aber auch teilweise vorhersehbar - was nicht schlimm ist. Besonders Ōkami hat mir gut gefallen, da man von ihm nicht ganz so viel wie von Mariko erfährt und immer rätseln muss, was er wirklich denkt. Aber dazu gleich mehr...
Mariko ist die Tochter eines hohen Samurais und ist in Reichtum aufgewachsen. Sie erfindet liebend gerne Dinge und ist ziemlich schlau, was ihre Eltern vergeblich versuchen, zu unterdrücken. Ihre Eltern engen sie ein und zwingen sie, den Sohn des Kaisers zu heiraten - wozu es dank eines Überfalls aber nicht kommt...
Kenshin ist der momentan berühmteste Samurai - Anwärter und ein exzellenter Spurensucher. Als er sich auf den Weg macht, um seine Schwester Mariko zu finden, ahnt er gar nicht, dass viele Überraschungen ihn erwarten. 
Ōkami folgt Ren auf Schritt und Tritt. Er ist der Sohn eines ehemaligen Samurais, der für die Ermordung von Rens Vater verantwortlich ist; und besitzt ein unglaubliches Geschick fürs Kämpfen. Außerdem durchschaut er Menschen ziemlich schnell - ganz besonders Mariko, für die er zunehmend mehr empfindet...
Ren ist der Sohn eines ehemals berühmten Samurais, der den Kaiser verraten hat. Er ist ziemlich ungehobelt und möchte Rache für seinen Vater, der sich selbst ermorden musste - trotz der Tatsache, dass er der beste Freund des Kaisers war. 
Yoshi ist der Gandalf der Geschichte. Er ist der Koch, der immer Tipps parat hat und mega sympathisch ist. 
Roku ist der zweitgeborene Sohn des Kaisers. Er ist sehr unsympathisch und manipulativ. 
Raiden ist der erstgeborene Sohn des Kaisers; der, den Mariko heiraten soll. Er ist relativ sympathisch und hat ein gewisses Maß an Verständnis für sein Volk und ein großes Talent fürs kämpfen

Ich fühlte mich in dem Buch wirklich teilweise an einen meiner Lieblingsfilme - und zwar Mulan - erinnert, was der Autorin noch von meiner Seite zusätzliche Pluspunkte gebracht hat. 
Allerdings war es für mich nicht ganz nachvollziehbar, warum Mariko plötzlich ihre Freiheit genießen möchte. Sie hat sich vorher nie beklagt, woher kommt denn der Sinneswandel? 
Was mir sehr gut gefallen hat, waren die politischen Beziehungen zwischen dem Kaiser, dem schwarzen Clan und der Familie des Kaisers. An Intrigen, zwielichtigen Machenschaften und toll beschriebenen Kämpfen mangelt es wirklich nicht. 
Es gab auch wirklich viele Ereignisse, die ich nicht vorher gesehen hatte und die mich dementsprechend überrascht haben - besonders, als man die Absichten des schwarzen Clans kennen lernte, was mich positiv überrascht hat. 
Die Spannung kam wirklich nicht zu kurz. Als Leser hat man die ganze Zeit mit gefiebert, und versucht, irgendwie zu hoffen, dass Mariko überlebt, und vor allem darüber nachgedacht, warum Ōkami so geheimnisvoll ist. 

Das Ende hat mich mit dem Cliffhanger ziemlich unzufrieden hinterlassen. Einerseits weiß man gar nicht, wer jetzt Marikos Ermordung beauftragt hat, andererseits hat man eine Ahnung und will unbedingt wissen, wie es weiter geht - besonders mit Ōkami und Mariko.
Insgesamt muss ich sagen, dass das Buch ein wenig schwächer als "Zorn und Morgenröte" ist, aber vielleicht wird die Reihe ja im zweiten Band noch besser.

 Fazit

Der erste Band der neuen Reihe von Renée Ahdieh ist ein guter Auftakt mit einem wunderschönen, japanischen Setting. An toll beschriebenen Kämpfen und Romantik mangelt es auch nicht; lediglich die Handlungen waren ein bisschen voraussehbar und haben mich an "Mulan" erinnert. Ich bin sehr gespannt, wie es mit diesem Buchschmöker nach dem Cliffhanger weiter geht!


Habt ihr schon einmal ein Buch gelesen, dass ein solches japanisches Setting hat? Ich bin offen für Tipps und Anregungen! 

Zitat

Sie ließ ihre Augen zufallen, gab sich mit wahrer Wollust der Dunkelheit hin. Sie umarmte ihre Ängste. "Sei so schnell wie der Wind. Sei so still wie der Wald. So stark wie das Feuer. Und so unerschütterlich wie ein Berg." Seine Worte erfassten Mariko, als Ōkamis Finger langsam über ihre Augenlider strich und sie mit derselben schwarzen Farbe bedeckte, die sie alle trugen. Seine Berührung war ein Aufflackern vom Hitze auf ihrer Haut. Als er geendet hatte, erhob sich der Wind wieder. Die Bäume rauschten von einer plötzlichen Brise, und die Äste knackten feierlich. Als ob der Wald selbst sie willkommen heißen würde.
- Mariko - 

Fakten

Originaltitel: A Flame in the Mist
Titel: Das Mädchen aus Feuer und Sturm
Autorin: Renée Ahdieh - begeisterte Salsa-Tänzerin, sie kann sich für Currys, Schuhe, das Sammeln von Schuhen und Basketball begeistern
Übersetzerin: Martina M. Oepping
Seiten: 416 
Verlag: ONE
Genre: Fantasy / Young Adult
Gebundene Ausgabe: 18,00€
E-Book: 13,99€

Mittwoch, 17. Oktober 2018



Was soll ich sagen? Der Tag war nach dem ganzen Hin und Her, ob ich zur Buchmesse komme, echt toll. Ich war zugegebenermaßen ziemlich nervös, nachdem ich mein Ticket gelöst habe, und bin sofort in die Halle 3.0 (Belletristik) gegangen. Innerhalb der ersten 10 Minuten wurde ich quasi von Goodies erschlagen, besonders beim Stand vom Autorensofa. Dann habe ich mich systematisch durch die Gänge A - K gekämpft - ja, gekämpft, denn es war brechend voll. 




Ich habe wunderschöne Stände wie die vom Carlsen Verlag oder der Bastei Lübbe Gruppe entdeckt und Fotos von den schönen Wänden am Ravensburger Stand gemacht. Am schönsten war allerdings noch die Harry - Potter - Leseecke, die wirklich sehr gemütlich aussah. Apropos Harry Potter: Es war richtig toll, so viele Potterheads auf einem Haufen zu sehen. Ich habe mich bisher ja noch nicht so mit Cosplayern beschäftigt, aber es waren wirklich tolle Kostüme dabei - unter anderem auch eine wunderschöne Cinderella mit einem richtig voluminösen Kleid. 




Die Halle 3 habe ich bis etwa 11 Uhr erkundet, bevor ich zum Random House Stand gelaufen bin, um eine Signierung von Anne Freytag zu ergattern. Sie war richtig lieb und hat sowohl "Nicht weg und nicht da" als auch mein Autogrammbuch signiert. Auf der #lbm19 wird sie auch sein - und zwar mit ihrem neuen Buch! Ich kann es schon kaum erwarten, es zu lesen! 😍 Und daannn...war ich 1,5 Stunden zu früh bei Laura Kneidl's Signierstunde. Und oh mein Gott, war die Schlange schon lang, sie ging ja sogar bis nach draußen! Letztendlich habe ich mich dann entschlossen, schon zum Ravensburger Stand zu gehen, da ich schon ein Autogramm von Laura Kneidl besitze. Ich hätte sie zwar wirklich gerne persönlich kennen gelernt, aber das etwa 3 stündige Warten hätte meinen Zeitplan vollkommen durcheinander geworfen. 




Bei Ravensburger habe ich zum ersten Mal meinen von Goodies und Büchern malträtierten Rücken entlastet und mich zu der Lesung von Rose Snow gesetzt. Die beiden sind sehr humorvoll und echt angenehme Stimmen! Etwa anderthalb Stunden später kam dann - von mir heißersehnt - Bianca Iosivoni. Sie hat aus "Sturmtochter" gelesen, obwohl sie leicht erkältet war, und war richtig lieb. Sie hat sich bei der Signierstunde richtig viel Zeit für alle genommen und war total überrascht, dass ich 8 Stunden zur FBM gefahren bin. Beim Anstehen für ihre Signierstunde konnte ich außerdem noch kurz mit Rose Snow sprechen, als die beiden Richtung Amazon aufbrachen. Direkt hinter mir hat sich auch eine Autorin angestellt, um eine Signierung zu bekommen - und zwar die sehr humorvolle Nina MacKay! 😍





Stefanie Hasse und Marah Woolf habe ich zwar nur aus der Ferne gesehen, aber es war trotzdem sehr schön, die Lieblingsautoren mal hautnah zu erleben und die Stände von den Verlagen zu bewundern. Was ich schade fand, war, dass die Lesung mit Anna Todd abgesagt wurde - ich weiß nicht, ob ihr das mitbekommen habt, aber ich kann verstehen, warum sie nicht mehr zur FBM wollte. So etwas würde ich mir als Autorin auch nicht bieten lassen! Leider habe ich die anderen Hallen alle nicht geschafft, da das Messegelände einfach unglaublich riesig ist. Zuletzt bin ich dann noch zum Harry - Potter - Weltrekordversuch gegangen, aber leider hatte die Security meinen Zauberstab konfisziert, so dass mein Outfit nicht ganz nach Harry Potter selbst aussah, wie es sein sollte. Trotzdem war es sehr schön, in einem riesigen Saal voller Potterheads zu sitzen und dem Illustrator der neuen deutschen Harry Potter - Ausgaben zuzuhören. Zwar haben wir den Weltrekord nicht geknackt - aber ich denke, dass wir es vielleicht in einem Jahr nochmals versuchen werden.




Jedenfalls war der Tag insgesamt richtig toll - mein Highlight dieses Jahr! Ich hoffe, nächstes Jahr auch auf die #lbm19 gehen zu können, und mal einige von euch persönlich kennen zu lernen. Mein Highlight war jedenfalls das Treffen mit Bianca Iosivoni - wenn ihr auf der #fbm18 wart, was war eures? 

Sonntag, 14. Oktober 2018



Klappentext

»Sons of Anarchy« meets »Romeo & Julia« 
**Wenn du für die Liebe deines Lebens alles aufs Spiel setzen musst…**

Kurz vor ihrer Zwangsehe verliebt sich Grace in den geheimnisvollen Biker Wyoming, der sie auf ein Leben in Freiheit hoffen lässt. Doch der Einfluss der elitären Vereinigung, die ihr gesamtes Sein kontrolliert, reicht weit über die Stadtgrenzen hinaus. Unter der Führung seines Präsidenten geht der sogenannte »Gentlemen Club« sogar über Leichen, um Abtrünnige zu bestrafen. Als sich die Schlinge um den Hals der jungen Frau immer fester zuzieht, offenbart sich schließlich die dunkle Vergangenheit des Bikers. Nun muss Grace entscheiden, ob sie bereit ist dem faszinierenden Mann mit den seegrünen Augen zu vertrauen und für den Traum vom Glück ihrer beider Leben zu riskieren…

Meine Meinung

Einleitung

Ich habe dieses E-Book von dem Carlsen Verlag über NetGalley als Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank nochmals dafür! Ich war sofort begeistert, als ich den Klappentext gelesen habe und wurde nicht enttäuscht. Die Autorin kannte ich vorher gar nicht und somit war ich positiv überrascht! Für ein Im.press - Buch ist es meiner Meinung nach ziemlich lang, aber das gefällt mir.

Cover, Haptik, Playlist & Co.

Das Cover gefällt mir zwar sehr gut, aber leider hat es meiner Meinung nach nichts mit der Geschichte zu tun. Da dies ein E-Book ist, kann ich leider nichts zu der Haptik sagen, sondern nur erwähnen, dass sich nach dem Ende des Buches noch eine Leseprobe befindet.

Kurze Zusammenfassung des Anfangs (SPOILER!)

Grace lebt in der sogenannten Gemeinschaft. Dort werden Frauen ab ihrem sechsten Lebensjahr unterdrückt und gedrillt, sich den Männern zuzuordnen. Sie werden so lange brutal und erniedrigend "erzogen", bis sich ein Ehemann finden lässt. Grace' Eltern haben diesen gerade gefunden, als sie durch die Überredung ihrer besten Freundin Heather den Biker Wyoming kennenlernt. Auf Anhieb knistert es zwischen den beiden, doch als sie wieder nach Hause muss und eine halbe Stunde Verspätung hat, muss die wieder die Schläge ihres Vaters ertragen. Selbst mit Heather, dessen Eltern sich von der Gemeinschaft gelöst haben, kann sie nie kontaktieren, da sie kein Handy hat. Um Heather ein letztes Mal vor dem Umzug zu sehen, geht sie noch einmal mit zu den Bikern und lernt Wyoming noch besser kennen. Dennoch können die beiden sich wegen der Sperrzeit nicht immer bei den Bikern treffen. Also treffen sie sich immer heimlich bei Grace im Stall - und jeden Abend wird ihre Beziehung intensiver. Langsam lehnt sich Grace insgeheim gegen die Unterdrückung ihres Vaters auf, doch lange geht das nicht gut. Denn was ist, wenn sie erfährt, was für eine Vergangenheit Wyoming hat? Wenn jemand von der Gemeinschaft erfährt, was zwischen den beiden läuft? Ich kann euch noch soviel sagen: Nichts gutes. 

Das Wichtigste: Schreibstil, Plot und Charaktere

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und locker, obwohl sehr harte Themen behandelt werden. Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Grace erzählt, wodurch man hautnah an der Gemeinschaft dabei war, was manchmal echt verstörend war. Zu Beginn wird man zwar direkt in die Geschichte hineingeworfen, aber trotzdem konnte ich ihr von Anfang an gut folgen.

Grace lebt in einem goldenen Käfig. Ihre Mutter sagt ihr alles, was sie essen soll, und beide Elternteile engen sie ein. Sie ist eine unglaublich starke und authentische Person, welche schon so lange gequält wird und mit der ich öfter in manchen Situationen gelitten habe. Wyoming ist nicht der typische Biker. Ich wusste erst nicht ganz, wohin mit ihm, weil er erst so wie ein klischeehafter geheimnisvoller Bad Boy wirkte, doch spätestens als man erfuhr, dass er als Stallbursche arbeitet, um Grace zu sehen, bin ich dahingeschmolzen. Er hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt und ist absolut glaubhaft. Die "guten" Nebencharaktere wie die Biker - Jungs kamen mir leider etwas zu kurz, da der Fokus natürlich auf Grace und Wyoming lag. Dafür waren die "bösen" Nebencharaktere aus der Gemeinschaft umso ausgeprägter, auch wenn ich die Männer mal gerne selbst gefoltert hätte, für das, was sie den Frauen antun.

Die Liebesgeschichte selbst hat mir sehr gut gefallen; sie hat mich überrascht und war nicht vorraussehbar, aber vor allem nicht klischeehaft. Die Autorin schildert allerdings die Brutalität sehr ausdrucksstark, wodurch ich manche Male wirklich Tränen wie z. B. bei den Zuchtmaßnahmen und ganz besonders bei den finalen Szenen hatte. Wie ihr lesen könnt, war der Spannungsbogen fasst immer gespannt, man wurde durch den Schreibstil regelrecht in das Buch hineingesogen, so dass man mitgelitten und gleichzeitig immer gehofft hat. Zwischendurch gab es zum Glück auch mal romantische Szenen, die mich dann eher zum Lachen oder Schmunzeln gebracht haben, weil ich das Buch sonst wahrscheinlich gar nicht überlebt hätte. Letzten Endes bin ich selbst bei dem Ende fast an meinen eigenen Tränen erstickt; auch wenn mir das Ende zu plötzlich kam. 

Fazit

Anja Tatlitsu hat mit ihrem ausdrucksstarken Schreibstil und tollen Charakteren eine Welt voller Brutalität gegenüber Frauen erschaffen. Die Handlung ist bis auf das herzzerreißende Ende super spannend, aber auch mal romantisch. Dadurch ist das Buch letzten Endes ein Buchschmöker für mich.


Irgendwie erinnert mich das Buch ein wenig an "Vox", euch nicht auch? 

Zitat

In meiner Kindheit hatte mich die Gemeinschaft gebrochen und gleich danach begonnen, Stunde für Stunde [...] aus den Bruchstücken ein perfektes Mosaik zusammenzusetzten und sie waren erfolgreich damit gewesen. Exakt das war aus mir geworden. [...] Wie eine glitzernde Hülle. Schön anzusehen. Nicht mehr und nicht weniger. Dabei war Grace immer noch da. Sie erwachte hinter der Splitterwand, bäumte sich auf, wollte raus, suchte einen Ausweg, schlug stillschweigend mit aller Kraft dagegen. Das zwangsgeformate Mosaik [...] veränderte sich [...] an der Stelle, wo alles begonnen hatte. In meinem Herzen.
- Grace auf S. 254 - 

Fakten

! Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank nochmals an den Carlsen Verlag und NetGalley ! 
Titel: Love without limits - Rebellische Liebe
Autorin: Anja Tatlitsu - liebt ihre Tiere, hat lange Twilight - FanFictions geschrieben
Seiten: 469
Verlag: im.press
Genre: Young Adult
E-Book: 3,99€


Mittwoch, 10. Oktober 2018



Klappentext

 Magie ist in Thobria, dem Land der Menschen, verboten – doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Und das nicht ohne Grund. Vor Jahren wurde ihr Zwillingsbruder entführt und seitdem versucht Freya verzweifelt, ihn zu finden. Endlich verrät ihr ein Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen und grausamen Kreaturen, den Elva, bewohnt wird. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin begibt sich Freya auf den Weg dorthin und muss ungeahnten Gefahren ins Auge blicken.
Zur selben Zeit setzt die rebellische Ceylan alles daran bei den Wächtern aufgenommen zu werden, welche die Grenze zwischen Thobria und Melidrian schützen. Ihr gesamtes Dorf wurde einst von blutrünstigen Elva ausgelöscht, und Ceylan sehnt sich nicht nur nach Rache, sondern möchte auch um jeden Preis verhindern, dass so etwas noch einmal geschieht. Doch ihr Ungehorsam bringt sie bei den Wächtern immer wieder in Schwierigkeiten, bis sie schließlich bestraft wird: Sie soll als Repräsentantin an der Krönung des Fae-Prinzen teilnehmen. Dafür muss sie nach Melidrian reisen, in ein Land, in dem es vor Feinden nur so wimmelt.
Und während sich die beiden Frauen ihrem Schicksal stellen, regt sich eine dunkle Macht in der Anderswelt, welche Thobria und Melidrian gleichermaßen bedrohen wird ...

Meine Meinung

Einleitung

Ich habe dieses Buch sooooo sehr ersehnt, da Laura Kneidl eine meiner Lieblingsautorinnen ist, und nun halte ich es in den Händen. Zusammen mit Rika von Rikas Bookshelf konnte ich sogar ein signiertes Exemplar in unserer Buchhandlung ergattern! Und eins sei gesagt: Laura Kneidl kann nicht nur New Adult mehr als gut, sondern definitiv auch Fantasy!

Cover, Haptik, Playlists & Co.

 Zu dem Cover muss ich glaube ich nicht viel sagen, oder? Es ist schlicht und einfach wunderschön 😍 Den Sand kann man sogar anfassen, er fühlt sich schön rau an! Im vorderen Teil der Klappenbroschur befindet sich eine kurze Zusammenfassung aller relevanten Charaktere und vor allem: eine wunderschöne Karte rund um Lavarus! Die Karte ist im hinteren Teil des Buches auch noch einmal abgedruckt. Im hinteren Teil der Broschur sind ausserdem noch die zukünftigen Cover der Trilogie sowie eine Autorenkurzbiografie zu finden. Ganz besonders gut hat mir gefallen, dass ungefähr in der Mitte des Buches wunderschöne Illustrationen aller Charaktere gedruckt sind! Sie sind unglaublich gut geworden! Falls man nicht weiß, wie man die Charaktere oder Orte aussprechen soll, ist auch noch ein Glossar mit Kurzerklärung hinten im Buch. Der Verlag hat für diesen Titel ziemlich dünnes Papier genommen, da das Buch 640 Seiten umfasst und ich andere Bücher kenne, die bei diesem Umfang eher auf die 350 Seiten kommen. Das ist aber kein Makel! Es lässt sich trotzdem sehr gut anfassen.

Kurze Zusammenfassung des Anfanges (SPOILER)

Freya ist die Prinzessin von Thobria, und dank der Entführung ihres großen Bruders Talon die Thronerbin. Seitdem er von den Fae entführt wurde, hat sie sich heimlich der Magie, welche in ihrem Königreich strengstens verboten ist, zugewandt, um ihn zu finden. Bisher sind sämtliche ihrer Suchzauber gescheitert - bis jetzt. Denn auf einmal findet sie heraus, dass Talon sich in Melidrian, dem verwunschenen Land der Fae, befindet und lebt! Kurzerhand heckt sie einen Plan aus, um ihn zu retten. Dazu befreit sie Larkin, einen veurteilten Wächter, damit er mit ihr in das gefährliche Land reist. Larkin wird seine Religion dabei zum Verhängnis; er betet die Königsfamilie als Gottheiten an; sodass er Freya keinen Wunsch abschlagen kann und sie begleitet. Gemeinsam mit ihm begibt sie sich in Richtung der Mauer, welche Thobria und Melidrian trennt und von den Wächtern beschützt wird.
Genau diese Mauer möchte Ceylan beschützen, da bösartige Elva vor Jahren ihr gesamtes Dorf ermordet haben. Sie sinnt auf Rache und will die beste Wächterin aller Zeiten werden - zumal Wächter von den Fae das Geschenk der Unsterblichkeit bekommen. Das Problem ist nur, dass die Wächter keine Novizinnen dulden und sie bis auf dem Captain Leigh gleich abweisen, obwohl Ceylan sich so gerne beweisen würde...aber Ceylan wäre nicht Ceylan, wenn sie nicht alles dafür tun würde.
Währenddessen werden die Unruhen in Melidrian zwischen den Seelie und den Unseelie immer größer. Viele sind unzufrieden damit, dass der gerade mal 18-jährige Prinz Kheeran den Thron übernimmt, nachdem sein Vater gestorben ist; nicht zum ersten Mal überlebt er einen Mordanschlag. Seit seiner Geburt plant die hinterhältige Königin der Seelie - Valeska - seinen Tod. Sie schreckt vor keinem Mittel zurück...
Wird Freya ihren Bruder mit Larkins Hilfe wieder finden? Wird Ceylan eine Chance als Wächterin bekommen? Und kommt Kheeran hinter Valeskas fiesen Pläne?
Wenn ihr das wissen wollt, kann ich nur sagen: Lest das Buch! 😍😂

Das Wichtigste: Schreibstil, Plot & Charaktere

Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen, was bei Büchern aus der Erzähler-Perspektive wirklich sehr selten ist, da ich sonst die Ich-Persepektive bevorzuge. Abwechselnd erzählt Laura Kneidl aus der Sicht von Freya, Larkin, Ceylan, Kheeran und Weylin, wodurch man einen sehr guten Blick in die verschiedenen Welten hat. An Bildhaftigkeit hat es wirklich nicht gemangelt; besonders die Hauptstadt der Unseelie fand ich wunderbar beschrieben. Zwar legt Laura in diesem Band noch nicht wirklich einen Fokus auf Romantik, aber man merkt immer mal wieder bei den Charakteren, bei wem es funkt.

Apropos Charaktere: Auch, wenn es echt viele verschiedene Charaktere waren, die man zu Beginn kennenlernen musste, hat die Autorin sie wirklich hervorragend eingeführt. Es sind insgesamt sehr vielschichtige Personen, von denen man durch den Wechsel der Erzählperspektiven richtig viel erfährt und wirklich mitfiebert - wobei ich aber anmerken muss, dass mir Ceylan wirklich seeeeehr sympathisch war (nicht das ich Freya nicht mögen würde, sie ist auch toll. Eigentlich sind alle Charaktere toll 😅).
Freya ist die sehr empathische und entschlossene Prinzessin von Thobria, und Thronerbin, seit ihr Zwillingsbruder Talon vor sieben Jahren entführt wurde. Sie glaubt im Gegensatz zu ihren Eltern nicht an dessen Tod und wendet sich der Magie zu, um ihn zu finden. Am liebsten würde sie gar nicht Königin werden und noch mehr über die Magie, welche in ihrem Königreich verboten ist, erfahren - was früher geschehen wird, als sie denkt...
Larkin ist der ehemalige Field Marshall der unsterblichen Wächter, der wegen eines angeblichen Vergehens im Gefängnis sitzt und der Königsreligion angehört, d. h. er vergöttert die Mitgleider der Königsfamilie. Er ist - wie zu erwarten - ein sehr guter Kämpfer.
Ceylan ist durch die Elva Waise geworden, als diese ihr gesamtes Dorf nahe der Mauer neidermetzelten. Sie hat deshalb eine ausgeprägte Abneigung gegen die Fae und so ziemlich alles magische. Um Rache zu nehmen möchte sie unbedingt die erste weibliche Wächterin werden. Ceylan kann sehr gut mit Waffen umgehen und scheut auch nicht vor unangenehmen Situationen. Die Szenen mit ihr waren meistens sehr amüsant ;)
Leigh ist der Captain der Wächter. Er ist der erste, der nett zu Ceylan ist. Nebenbei bemerkt ist er ein exzellenter Kämpfer und einer der Novizen-Ausbilder.
Prinz Kheeran ist unzufrieden mit seinem Los als zukünftiger König. Er kann aber auch ziemlich charmant sein und stellt sein Volk über seine eigenen Bedürfnisse.
Aldren ist Prinz Kheerans bester Freund und erster Berater. Er würde den Prinzen mit seinem Leben schützen - nicht zuletzt, da er in ihn verliebt ist.
Weylin ist Königin Valeskas Blutsklave. Er ist ein Halbling, weshalb die meisten Fae ihn meiden. Für Valeska muss er morden und sexuell gefügig sein, obwohl er sich viel lieber mit der Musik beschäftigen würde.
Königin Valeska ist die Königin der Seelie, die den Prinzen wegen einer Voraussage ihrer Seherin unbedingt tot sehen möchte.

Die Handlung und die Welt selbst hat mich ein bisschen an eine Mischung aus Das Reich der sieben Höfe und Game Of Thrones erinnert. Dieses Buch ist mit Berühre mich. Nicht. gleichgezogen, und hat somit Herz aus Schatten und Water & Air in den Schatten gestellt.
Besonders die Szenen mit Ceylan haben mich meistens etwas aus dem Konzept gebracht. *Fremdschäm* In manchen Momenten hätte ich am liebsten mein Gesicht zwischen den Knien vergraben, weil ich mir gewünscht habe, sie würde sich ein wenig zügeln.
Was mir sehr gut gefallen hat, waren die politischen Beziehungen zwischen all den Faes bzw. Menschen. An Inrigen, zwielichtigen Machenschaften und Kämpfen mangelt es zwischen einer Prise Romantik wirklich nicht.
Es gab auch wirklich viele Ereignisse, die ich nicht vorher gesehen hatte und die mich dementsprechend überrascht haben - besonders die Szene, mit der Teil 2 endete. Manchmal hatte ich da wirklich Herzrasen, weil ich zu geschockt war, oder richtig Angst vor den Elva bzw. Attentätern.
Die Spannung kam wirklich nicht zu kurz. Als Leser hat man die ganze Zeit mit gefiebert, und versucht, Rätsel zu lösen.
Auch die Idee mit der "Königsreligion" hat mir gut gefallen. Wie würde man selbst denn darauf reagieren, wenn andere einen als Gott verehren, obwohl man nie einen Finger gerührt hat?
Die Idee mit den getrennten Seelies (Unseelie + Seelie) hat auch viele Differenzen aufgewiesen. Die einen haben zum Beispiel keine Angst davor, in der Öffentlichkeit zu knutschen, auch wenn es gleichgeschlechtliche Personen sind. Die anderen wiederum haben da eher...nun ja, einen Stock im Arsch. Sie würden so etwas niemals in der Öffentlichkeit tun. Dies wäre vielleicht auch mal eine Diskussion in unserer Welt wert. Da hat Laura Kneidl wirklich eine wichtige Thematik angesprochen!

Fazit

Der erste Band von Laura Kneidl ist wirklich sehr gut gelungen und somit ein Literarisches Meisterwerk. Mit der vorhandenen Spannung, einer kleinen Prise Romantik und vielfältigen Charakteren erschafft sie eine Welt voller Schönheit und Intrigen, aber auch der Gefahr. Nach den Cliffhanger bin ich schon mehr als gespannt auf Band 2, der im nächsten Jahr erscheint!


Habt ihr schon einmal ein Buch von Laura Kneidl gelesen? Mein bisheriger Favorit von ihr ist "Berühre mich. Nicht" - schließlich ist Luca angehender Bibliothekar! 😍 

Zitat

 Es würde gefährlich werden, aber Freya hatte keine Angst vor den Fae, den Elva oder dem Tod, sie hatte Angst davor, Talon erneut zu verlieren. Sie würde eine Weile untertauchen und sich verstecken müssen, um nach ihm zu suchen. Aber sollte sie ihn aufspüren und mit dem rechtmäßigen Thronerben zurückkehren, wäre sie eine Heldin - und sollte sie scheitern, würde sie sich einfach entschuldigen und Melvyn DeFelice heiraten, wie es sich ihre Eltern wünschten. Und wenn sie im magischen Land sterben sollte - daran wollte sie nicht mal denken.
- Freya auf S. 35 -

Fakten

Titel: Die Krone der Dunkelheit
Autorin: Laura Kneidl - studierte Bibliotheks- und Informationsmanagement und liebt Schottland
Seiten: 640
Verlag: Piper
Genre: High Fantasy
Erscheinungsdatum: 2.10.2018
Klappenbroschur: 15,00€
E-Book: 12,99€

Sonntag, 7. Oktober 2018


Klappentext

Die 20-jährige Karina konzentriert sich ganz auf ihren Job in einem Massagestudio und will ansonsten einfach nur ihre Ruhe haben. Liebe endete für sie immer im Chaos, und deshalb verfolgt sie eine strikte No-Dating-Policy. Eines Tages taucht ein neuer Kunde auf: Kael ist immer freundlich und hat eine unendlich sanfte Ausstrahlung. Er zieht Karina auf geheimnisvolle Art und Weise an, und langsam öffnet sie sich. Doch plötzlich wird Karina durch Kael in eine Welt hineingezogen, die noch düsterer ist als ihre eigene - und voller Leidenschaft.

Meine Meinung

Einleitung

 Ich habe mich unglaublich gefreut, als Anna Todd verkündet hat, dass sie eine neue Reihe schreibt. "After passion" hat mich damals richtig fesseln können (es wird ja sogar verfilmt!), und umso gespannter war ich auf diesen Reihenauftakt, den ich als Rezensionsexemplar von dem Verlag erhalten habe. Vielen Dank dafür! Das Problem ist nur, dass mir das Buch nicht wirklich gefallen hat und ich sehr enttäuscht war...was mir richtig weh getan hat, da ich Anna Todd eigentlich so gerne mag. 

Cover, Haptik, Playlists & Co.

Das. Cover. ist. so. schön! 😍😍😍 Wenn man das Buch anfasst, fühlt es sich richtig samtig an, bis auf die ausgeprägten Sterne. Das Farbzusammenspiel ist echt toll und passt auch gut zum Titel. In der vorderen Innenklappe sind zwei Zitate sowie ein Abdruck der kompletten Trilogie gedruckt; in der hinteren ist sowohl eine Kurzbiografie als auch die komplette AFTER - Serie zu sehen. Außerdem ist eine Playlist u. a. mit Ariana Grande und The Weeknd vorhanden, die aber wirklich zu dem Inhalt passt. Das Buch selbst lässt sich angenehm anfassen und riecht wie frisch gedruckt. Ich selbst fand das Papier ziemlich dünn und hatte nicht damit gerechnet, dass das Buch 350 Seiten umfasst. Bei den meisten Ausgaben ist übrigens auch ein Lesezeichen dabei - ganz im Stil des Covers, was auch gut zusammen passt :)

Kurze Zusammenfassung des Anfanges (SPOILER)

Karina ist Masseurin und kann sich mit ihrem Gehalt gerade so über Wasser halten. Sie wohnt zusammen mit ihrer Kollegin in einem alten, renovierungsbedürftigen Haus. Als ihre von einem Soldaten schwangere Freundin Elodie mal wieder zu spät zur Arbeit kommt, übernimmt Katrina ihren zugegebenermaßen sehr ruhigen Kunden, welcher von Elodie später mehr als herzliche empfangen wird. Schließlich ist er in der selben Kompanie gewesen wie ihr Mann, was ein ziemlich großer Zufall ist. Sein Name ist Keal; und Elodie bettelt Karina an, dass er übergangsweise bei ihnen wohnen darf. Obwohl Karina eigentlich genug von Soldaten hat, stimmt sie ihrer Freundin zuliebe zu. Denn Keal hat so eine unglaubliche Anziehungskraft, aber ist trotzdem jemand, der lieber zuhört als redet. Nach und nach öffnet sich Karina ihm, erzählt ihm, warum sie so unglücklich mit der Familiensituation ist - schließlich wohnt ihr Zwillingsbruder bei einem Onkel, und ihr Vater lebt auf der Militärbasis zusammen mit seiner neuen Frau. Langsam kommen sich Keal und Karina näher, und plötzlich passieren viele ungewöhnliche Dinge auf einmal; zu viele Zufälle passieren, und auf einmal wird Karina schon wieder von all dem Militärszeug, vor dem ihre Mutter weggelaufen ist, eingeholt, als sie sich plötzlich zwischen Keal und ihrem Vater entscheiden muss...und das gerade, als sie sich endgültig in Keal verliebt hat. 

Das Wichtigste: Schreibstil, Plot & Charaktere

Anna Todd hat den gewohnt flüssigen Schreibstil, weshalb ich das Buch schon nach 4 Stunden durch hatte. Die Autorin schreibt das komplette Buch aus Karinas Sicht; die Kapitel sind extrem kurz kurz und wirken ziemlich abgehackt. Manchmal sind auch komplette Seiten leer, eigentlich hat das Buch nur ca. 310 Seiten mit gedruckten Worten, was ich zwar verstehe, aber irgendwie doch ein wenig mies ist, da das Buch dann dicker erscheint als es ist. Ausserdem hat mir in ihrem Schreibstil das gewohnte Knistern gefehlt. Ich konnte absolut nicht verstehen, wie sich die beiden Protas so schnell ineinander verlieben konnten...

Karina hat mich immer wieder mit ihren Charakterzügen genervt. Sie macht sich unglaublich viele Gedanken und ihre Handlungen haben mich immer aufgeregt; in einem Moment ist sie total schüchtern, in einem anderen total selbstbewusst. Außerdem kann sie sehr nachtragend und total übersensibel sein. Karina ist auf einer Militärbasis groß geworden; ihre Mutter verließ ihre Familie.
Karinas Vater ist ein hohes Tier auf der Basis, ebenfalls sehr unsympathisch. Er denkt immer, seine Kinder wären zu dumm. Er ist das Gegenteil von Verständnisvoll, um ein Milligramm Anerkennung müssen seine beiden Kinder regelrecht kämpfen. Von Liebe hat er auch noch nie etwas gehört.
Austin ist Karinas Zwillingsbruder, der seine Berufung noch nicht gefunden hat. Sein Vater steckte ihn zu einem Onkel, als er nicht in den Militärdienst wollte, und seitdem stürzt er regelmäßig ab.
Keal hat zwei Einsätze in Afghanistan hinter sich. Wegen einer Verletzung am Bein wurde er nach Hause geschickt. Er schweigt ziemlich viel und hört lieber zu; aber wenn er spricht, ist er ein Charismatiker, auch, wenn er ziemlich düster wirkt.
Elodie ist die schwangere Frau des besten Soldatenfreundes von Keal. Die beiden kennen sich schon länger.

Die Idee selbst ist eigentlich ganz gut, aber sie wurde nur oberflächlich angerissen. Dem Leser fehlt das nötige Hintergrundwissen; diese Prickelnden Momente, wie es sie immer zwischen Tessa und Hardin gegeben hat, war absolut nicht zu spüren. Ich habe absolut nicht verstanden, wie zum Teufel Karina und Keal zusammen gekommen sind und warum, weil ich einfach nichts gefühlt habe. Auf der einen Seite waren sie noch nicht zusammen, und auf der anderen lieben sie sich plötzlich heiß und innig. Das Buch plätschert so vor sich hin; Spannung ist nicht wirklich vorhanden. Gerade, wenn es mal spannend werden könnte, beginnt eine völlig andere Situation. Die meiste Überraschung gab es dann doch bei dem Cliffhanger - und für mich auf S. 247, der einzigen Seite, die mir dank Harry Styles wirklich gut gefallen hat. Letztendlich muss ich noch einmal sagen, dass der Klappentext überhaupt nicht zutrifft. Karina hat nämlich keine No-Dating-Policy! Und gerade düster fand ich die Welt auch nicht. Schließlich passiert ja nicht wirklich viel, um das überhaupt beurteilen zu können! 

Fazit

Leider wurde ich bei diesem Buch sehr enttäuscht. Die Charaktere waren unsympathisch, der Plot viel zu langweilig und die Kapitel viel zu abgehackt. Lediglich der Schreibstil war okay, aber trotzdem habe  ich mich sehr über den fälschlichen Klappentext und viele leere Seiten aufregen müssen. Vielleicht waren meine Anforderungen nach einer meiner Lieblingsreihen ("After") einfach zu hoch, aber das ist garantiert nicht Anna Todds neues Meisterwerk, sondern eher Geschmackssache


Habt ihr schon einmal die "AFTER" - Reihe gelesen? Wenn ja, wusstet ihr, dass es eine Harry Styles - Fanfiction ist? 

Zitat

Kennt ihr diese Momente, wenn es einem so vorkommt, als sehe eine Person anders aus als sonst? Als lege man einen Filter über ein Bild. Die Farben werden ein wenig intensiver, lebendiger. Keal lehnte an der Theke, ausgerechnet an der Theke meines Vaters, und beantwortete Austins recht triviale Fragen, als es geschah. Er stand da, hoch aufgerichtet, den Rücken kerzengerade, die Augen etwas wilder als sonst. Er war immer noch der Inbegriff der Selbstbeherrschung, aber trotzdem strahlte er in diesem Augenblick noch etwas anderes aus. Etwas starkes und dunkles, von dem ich unbedingt mehr sehen musste.
- Karina auf S. 156 - 

Fakten

! Dies ist ein Rezensionsexemplar !
Originaltitel: The Brightest Stars 1
Titel: The Brightest Stars - attracted
Autorin: Anna Todd - liebt insbesondere One Direction (😍) und hat direkt nach der High School geheiratet
Übersetzer: Nicole Hölsken
Seiten: 352
Verlag: Heyne
Genre: New Adult
Erscheinungsdatum: 10.09.2018
Klappenbroschur: 9,99€
E-Book: 9,99€