Bücher bedeuten mir sehr viel. Ich glaube, ohne die Mitgliedschaft in der Gemeinde- bzw. Stadtbibliothek wäre ich sonst ein vollkommen anderer Mensch geworden. Deshalb widme ich diesen sehr persönlichen Beitrag einfach mal den Büchern.

Tja, wo soll ich anfangen? Mein Vater hatte schon immer viel gelesen, allerdings eher John Grisham und Stephen King. Trotzdem war er derjenige, der mir das Lesen als Kind näher gebracht hat, als er begann, mir Harry Potter vorzulesen. Deshalb hat Harry Potter nach wie vor einfach einen besonderen Platz in meinen Herzen - es sind so viele schöne Erinnerungen damit verbunden. Natürlich begann alles damit, dass ich mit 7 Jahren in meiner Pferde-Phase begann, die ersten Sternenschweif - Bücher zu lesen und zu sammeln. Schon damals hatte ich einen Hang zur phantastischen Büchern.

Aber es lag nicht nur an den guten Büchern daran, dass ich so viel gelesen habe. Für mich war es einfach eine Möglichkeit, der Wirklichkeit - und zwar streitenden und sich trennenden Eltern - zu entfliehen und in phantastische, tolle Welten abzutauchen. Immer, wenn ich in die kleine Bibliothek kam, hat die Mitarbeiterin mir gleich erzählt, welche Bücher mir noch gefallen könnten, weshalb ich so unglaublich traurig war, als meine Mutter und ich nach der Trennung umgezogen sind. Ich habe natürlich auch im neuen Wohnort, wo ich immer noch wohne, schnell Anschluss in der Bibliothek gefunden, aber trotzdem war es eine riesige Umstellung, wenn man mit jemandem alleine zusammen wohnt, der gar nicht liest.

Hinzu kam, dass ich an der neuen Schule auch noch gemobbt wurde, weil ich der Streber vom Dienst war und immerzu gelesen habe, weil ich keine Freunde hatte. Deshalb wurde meine Lesepensum noch höher - und ich ein wenig erwachsener. Mit 10 entdeckte ich dann bei einer Mitschülerin den ersten Band von Twilight. Das war der Beginn meiner Sucht nach Liebesgeschichten, die immer noch anhält.

Seit Twilight und besonders nach dem Tod meines Vaters tauchte ich immer mehr in die Geschichten ab. Ich war danach ein ziemlich trauriges Mädchen, dass nicht wusste wie es mit seiner Trauer umgehen sollte und seinen Trost und Ablenkung in den Geschichten fand. Aber Schluss mit dem Gejammer! Zwar hatte ich ein kurzes Trauma, als ich mit 11 "Die Tribute von Panem" las, aber das verging wieder. Mit der Zeit entwickelte ich immer mehr ein Faible für Fantasy und Dystopien, bis mit 16 auch das Genre New Adult hinzukam. Heute liebe ich es immer noch, in Romane abzutauchen. Durch Bookstagram gibt es mittlerweile eine riesige Community von Gleichgesinnten, und ich bin mehr als glücklich, meine Ausbildung machen zu dürfen. Durch sie habe ich nämlich auch mittlerweile wundervolle Menschen kennengelernt, die auch gerne lesen. Da sieht man mal, dass ein Hobby verbindet!

Zwischenzeitlich habe ich auch immer wieder mal Geschichten geschrieben. Ich weiß, wie schwer es für Autoren ist, ein packendes Buch zu schreiben. Daher möchte ich allen Autoren einfach mal danken: Danke, dass ihr es möglich macht, in andere Welten abzutauchen. Danke, dass ihr komplett andere Universen und spannende Charaktere erschafft. Auch, wenn ich zugeben muss, dass mich manche Plots und Enden wie zum Beispiel das von "Die Bestimmung" total aufregen, ist es doch ein Zeichen dafür, wie sehr man sich von der eigenen Welt abkapselt und in eine andere abtaucht.

Auch die Verlage, Illustratoren und Coverdesigner haben ein Lob verdient. Sie sorgen dafür, dass wir Leser wunderschöne Bücher in den Händen halten können und dass sie genug promotet werden. Damit die Autoren mit den tollen Büchern auch entdeckt werden.

Und jetzt Schluss mit meiner Leidensgeschichte - was ist eure Geschichte? Wie seid ihr zum Lesen gekommen? Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir Kommentare hinterlasst! ♥